SPORTFICKER

Satire mit Muskelkater

„Ein Buch über Fitness, Wahnsinn
und die absurden Seiten von Selbstoptimierung.“

„Sportficker ist kein Fitnessratgeber – eher das Gegenteil.
Es ist der Versuch, den ganz normalen Wahnsinn von Hanteln, Ernährungswahn und Vereinssport in Worte zu fassen, ohne dabei ernst zu bleiben.

Ein Buch für alle, die schon mal in einem Fitnessstudio waren, sich von Proteinshakes verfolgt fühlen oder einfach wissen wollen, warum Menschen freiwillig in Leggings Gewichte stemmen.
 

Kurz gesagt: ein satirischer Survival-Guide durch die absurde Welt der Selbstoptimierung. Mit Muskelkatergarantie.“

Keine Fitnessbibel. Kein Motivationsratgeber.


Sondern die ehrlichste, sarkastische Abrechnung mit Sport, Selbstoptimierung und Proteinwahn, die du je gelesen hast.

 

Malte stolpert durch Fitnessstudios, Ernährungswahn und Vereinssport – und zeigt dabei, dass der größte Muskel immer noch der Selbstironie-Muskel ist.

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Der erste Muskelkater
„Irgendwann fängt alles mit einer Hantel an – und hört mit Schmerzmitteln auf.“

Die Eskalation
„Vom Shaker-Syndrom über Fußball-Wahnsinn bis hin zu Ernährungsreligionen.“

Die Erkenntnis
„Wenn Sport so gesund ist, warum fühlt man sich dann nach jedem Training wie 80?“

Die Satire
„Also alles aufschreiben – damit wenigstens andere lachen können.“

frisches aus der 

Muckibude

„Hier landet alles, was beim Schreiben zwischen Shaker, Fußballschuh und Fitnessmatte passiert ist.
Unzensiert, ironisch und garantiert mit Muskelkater fürs Zwerchfell.

Perfekt für alle, die mehr wollen als nur die Buchseiten – und bereit sind, den Wahnsinn hinter den Kulissen mitzuerleben.“Dieser Text sollte durch Informationen über Sie und Ihr Unternehmen ersetzt werden.

Alte Herren, neue Leiden

Wenn Muskelkater zum Mannschaftsspiel wird

 

 

Die gute Nachricht: Du bist nicht der Jüngste. Die schlechte: Das merkst du erst, wenn du nach dem Spiel versuchst, aufzustehen.  Dennis war schon auf dem Platz, als ich kam – in voller Montur, Trikot über dem Bauch gespannt wie ein Trommelfell, Stutzen, die irgendwas zwischen Optimismus und Wasserstau signalisierten, und Schuhe, die mal teuer gewesen sein müssen.

Er winkte mir zu, als wäre das hier ein gemütlicher Biergartenabend.
War’s aber nicht.

 

Es war Montag, es war kalt, und ich stand auf einem Kunstrasenfeld, das von außen wirkte wie eine Arena, aber innen die Eleganz eines alten Rasierers hatte.

 

„Zieh dich um, geht gleich los“, rief Dennis – während er bereits mit einem Ball jonglierte, als hätte er in der Jugend Bundesliga gespielt. Was er übrigens nie getan hat. Aber in seiner Erzählung war er mindestens dreimal fast Profi geworden – „wenn nicht das Knie gewesen wäre.“

 

Spoiler: Es war nie das Knie. Es war Dennis.

 

Die Alten Herren hatten sich bereits formiert:

Ein Rudel zwischen 38 und 68, mit Namen wie Jürgen, Andi, Manni, Thorsten (mit „th“) und einem Bernd, der aus Prinzip in Jeans trainierte. Es gab einen Torwart, der sich selbst „die Katze“ nannte, aber motorisch eher an ein fallendes Bügeleisen erinnerte. Und einen Typen namens Uwe, der sich vor dem Warmmachen erst mal eine Zigarette gönnte. Die Stimmung: Herzlich – aber direkt.
 

  • „Neu hier?“
  • „Ja.“ „Kondition?“
  • „Solide.“
  • „Aha. Wir sehen uns nach der ersten Runde.“

 

Die erste Runde war das Aufwärmen. Also offiziell. Inoffiziell war es eine absurde Mischung aus Trab, Gerenne, zwei Minuten Dehnen (einer hat sich dabei am Rücken verletzt) und Smalltalk in Bewegung. Ich versuchte mitzuhalten, stellte aber fest: Die Alten Herren sind nicht alt – sie sind erfahren. Vor allem darin, sich nicht zu überfordern. Während ich keuchte wie ein alter Blasebalg, joggte Bernd gemütlich in Jeans an mir vorbei und erzählte von seinem letzten Skiurlaub.

 

Dann kam das Spiel. Zwei Teams, zwei Farben, keine Regeln. Also doch: Eine wichtige Regel. Grätschen verboten. Nicht aus Fairness, sondern weil’s danach einen Bandscheibenvorfall und vier Wochen Lohnfortzahlung braucht. Anpfiff durch Dennis mit den Worten: „Jungs, lasst uns locker machen. Aber nicht zu locker – wir haben ein Image zu verlieren.“

 

Und dann lief das Spiel: – Passspiel mit der Eleganz eines Verkehrsunfalls. – Schüsse, die mehr daneben als gefährlich waren. – Taktik wie in einer Kneipe: laut, unkoordiniert, aber voller Leidenschaft. Ich bekam exakt zwei Pässe – beide in den Rücken. Und einen Sprint, der mir drei Tage später beim Treppensteigen noch Albträume bereitete.

 

Aber – und das ist der Punkt – es war großartig. Weil niemand dich auslacht, wenn du den Ball versemmelst. Weil jeder ein Bier im Auto hat. Und weil du nach dem Spiel auf der Bank sitzt, durchgeschwitzt, halb kaputt, aber grinsend – und plötzlich gehörst du dazu.

Nicht, weil du gut warst. Sondern weil du da warst.

 

Dennis kam rüber, klopfte mir auf den Rücken (ich wäre fast zusammengebrochen) und sagte:

„Gar nicht schlecht. Das mit dem Laufen kriegen wir noch hin. Und morgen spürst du Muskeln, von denen du nicht mal wusstest, dass du sie besitzt.“

 

Er hatte recht. Vor allem, was den nächsten Morgen anging.

Da meldete sich mein Körper mit einem Gruppenkater Deluxe: Waden, Rücken, Oberschenkel – alles rebellierte.

Und ich war stolz wie Sau.

 

Und dann kam der nächste Morgen. Ich wachte auf wie jemand, der im Schlaf von einer Dampfwalze zärtlich überredet wurde, sich nie wieder zu bewegen. Der Muskelkater war kein Kater – es war ein ganzer Löwe. Ein brüllendes Etwas, das in meinen Waden hauste, in den Oberschenkeln lauerte und meinen Rücken behandelte, als hätte ich mit einem Trampolin Schluss gemacht. Beim Versuch, aus dem Bett aufzustehen, fiel ich quasi auf Seite 2 meines Lebens: „Kapitel: Beweg dich nie wieder so.“  Ich ging die Treppe runter wie Gandalf mit Ischias. Setzte mich nur noch über die Technik „plumpsen lassen“ – mit gespielter Würde und echtem Schmerz. Zähneputzen wurde zur Kniebeuge. Socken anziehen zum Escape Room.

 

Aber: Ich grinste. Weil jeder Schritt weh tat, aber auf genau die richtige Art. Der Körper sagte: „Das war dumm.“ Der Kopf sagte: „Mach’s wieder.“ Und Dennis schrieb mir am Abend:

> „Morgen wieder Training. Bring Bier mit. Und IBU.“

Klar bring ich das. Bin ja jetzt ein Alter Herr.

 

Zwei Wochen später

Ich war wieder da. Diesmal vorbereitet. Zwei Bananen gegessen, eine Magnesiumtablette eingeschmissen und so viele Ibuprofen eingepackt, dass man denken könnte, ich wäre auf dem Weg zur Bundeswehr.

Der Fortschritt war subtil, aber vorhanden. Ich wurde nicht mehr ausgelacht, sondern mit aufrichtigem Mitleid betrachtet. Die Art von Blick, die sagt: „Ach, der lebt noch – schön.“  Beim Aufwärmen konnte ich diesmal zumindest mitmachen, ohne dass sich mein Lungenvolumen wie ein zusammengeklappter Regenschirm anfühlte.

Ich traf den Ball – zwei Mal sogar absichtlich. Und der Ball traf mich – aber deutlich seltener als noch beim ersten Mal.

Ich fing an, die Namen der anderen zu lernen:

Der Torwart heißt Schorle (nicht wegen der Frisur, sondern wegen seines Lieblingsgetränks).

Der Libero trägt eine Kniebandage aus dem Jahr 1996
und redet von „der guten alten Raumdeckung“.

Und Dennis, der mich reingezogen hat, hat sich beim letzten Spiel
den Rücken verrenkt, als er seine Trinkflasche aufheben wollte.

 

Wir lachen. Wir schnaufen. Wir schreien "Ey!" bei jeder noch so fragwürdigen Aktion. Und dann trinken wir Bier auf der Bierbank vor dem Vereinsheim und diskutieren taktisch fundiert über alles außer Fußball.

Ich bin nicht besser geworden.

Aber ich bin weniger schlecht mit Stolz. Und das ist mehr, als ich erwartet habe. Vielleicht, denke ich, ist das der echte Fortschritt: Nicht schneller rennen. Nicht mehr Tore schießen. Sondern einfach wiederkommen. Trotz Muskelkater. Trotz Alltagsstress. Trotz innerem Schweinehund in Jogginghose.

Ich bin jetzt dabei. Nicht gut. Aber da. Und das reicht.

 

Ein Spiel, das keiner braucht

Dennis hatte es „das Highlight der Saison“ genannt. Ein sogenanntes Freundschaftsspiel gegen die benachbarten Hobby-Kicker vom SV Maultaschenhain 08. Der Verein war ein wild zusammengewürfelter Haufen aus Ex-Kickern, Jungvätern, zwei Metzgern und einem Mann namens Ralle, der angeblich mal in der Kreisliga A „ganz ordentlich genetzt“ hatte – 1987.

„Easy, ganz locker, ein bisschen kicken, dann Wurst und Bier“, hatte Dennis gesagt. Was er nicht gesagt hatte: Dass das „Freundschaftsspiel“ ungefähr so freundschaftlich werden würde wie eine Scheidung in einem IKEA.

Schon beim Aufwärmen kam der gegnerische Libero – ein 48-jähriger Heizungsbauer mit Oberarmen wie Presslufthämmer – rüber und musterte uns wie Frischfleisch. Sein Blick sagte: Heute gibt’s Knie.

Der Schiri, ein nervös dreinblickender Jugendtrainer mit pfeifbedingtem Tinnitus, eröffnete die Partie mit einem Anpfiff, der klang, als würde ein Hamster husten. Und dann ging’s los.

 

Der erste Kontakt mit dem Ball war okay. Der zweite war mein Brustkorb. Der dritte war der Boden. Die Gegner spielten rustikal – also, wenn man unter rustikal versteht, dass bei jedem Zweikampf mindestens eine Niere betroffen war.

Nach 15 Minuten stand es 0:0, mein Puls bei 180, und ich hatte das Gefühl, mein Zwerchfell will Urlaub beantragen. Dennis brüllte motivierende Dinge wie: „Du musst da ran!“ und „Stell dich nicht so an, der hat dich doch kaum berührt!“

Am Spielfeldrand hatten sich die Zuschauer versammelt. Es waren ungefähr sieben. Fünf davon waren ältere Herren mit Klappstühlen, Bier und sehr festen Meinungen zu Dingen wie „Viererkette“, „Zweikampfverhalten“ und „Früher war alles besser“. Zwei weitere waren kleine Kinder, die lautstark forderten, dass „Papa jetzt endlich ein Tor schießen soll!!!“

Dann passierte es. Ein langer Ball kam durch. Ich sprintete – oder versuchte es zumindest – Richtung Mittellinie, nahm Tempo auf, und dann…

RUMMS.

 

Mein Bein sagte: „Nein.“ Mein Knie sagte: „Ich bin raus.“ Mein Mund sagte viele Dinge, die man im Beisein von Kindern normalerweise nicht sagt. Ich lag auf dem Rasen, sah den Himmel, hörte Dennis schreien „WAS WAR DAS DENN JETZT FÜR NE AKTION?!“ und dann war alles ein wenig wattig.

 

Zwei Minuten später kam der Schiri mit einer Wasserflasche. Ein Zuschauer bot mir ein Bier an. Jemand googelte: „Kreuzbandriss oder Muskelkater?“ Und ich wusste: Das war’s.

Das Spiel endete übrigens 1:1. Ich habe das Tor nicht gesehen, ich war da schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Diagnose: Überdehnung, Bluterguss, aber vor allem – Erkenntnis.

 

Nachklapp: Das große Aus

Fußball ist ein schöner Sport. Ehrlich. Aber manchmal endet eine Karriere eben nicht mit einem Pokal, sondern mit einem humpelnden Abgang durch den Vereinszaun, begleitet von Dennis’ letzten Worten: „Aber du kommst nächste Woche trotzdem wieder, oder?!“

Nein, Dennis. Nein.

Spielbericht | Freundschaftsspiel SV Maultaschenhain 08 vs. Alte Herren F.C.

Ergebnis: 1:1 (Verletzungsbedingter Spielabbruch im Herzen)

Tore: 38. Min – Ralle (Maultaschenhain) – Ein Sonntagsschuss, der aus Versehen passierte. 54. Min – Dennis (Alte Herren) – Nach missglücktem Klärungsversuch des Gegners per Ohr.

 

Spieler des Spiels:

🧤 Wurst-Uwe – Der gegnerische Torwart mit Bierbauch und Catlike Reflexen. 🎖️ Zuschauer-Rolf – Trotz fünf Halben sehr klare Meinung zu allem.

 

Besonderheiten:

🚑 Minute 62: Kreuzbanddrama bei Neuzugang „Marco S.“ – verdächtige Selbstentfernung aus der aktiven Fußballwelt.

📢 Zuschauerin 1 (Kind): „Papa, warum liegt der Mann da so komisch?“

🍺 Zuschauerin 2 (Oma, 76): „Der hat wahrscheinlich die Aufstellung nicht vertragen.“

📱 WhatsApp-Gruppe „Alte Herren F.C.“

Dennis 🧢: Leute, morgen 19:30 Training. Marco, du kommst mit Schiene, oder?

Marco 🏥: Wird schwierig. Knie macht Urlaub. Bin raus. Forever. So wie Titanic, aber mit Grasflecken.

Rudi 🦴: Ich sag’s ja immer – warm machen bringt nix. Hab seit ’94 dieselben Sehnen!

Uwe 🥓: Hat jemand meinen Grill im Vereinsheim gesehen?

Dennis 🧢: Was ist mit Rückspiel gegen Maultaschenhain? Ich will Revanche.

Marco 🏥: Ich will Reha.

Frank 🔧: Hab noch Ibu 600 vom letzten Bandscheibenmassaker. Soll ich welche mitbringen?

Marco 🏥: Bringt mir lieber ’ne Lasagne und einen Platz an der Theke.

Abschlusssatz vom Trainer:

 

„Das war heute kein Spiel – das war Krieg. Aber mit schlechter Kondition.“

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Unsere Teile sind mehr als nur Baumwolle mit Druck:
Sie sind Statement, Running Gag und Ausrede zugleich.


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Was dich erwartet:

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Caps & Accessoires – damit dein Kopf auch bei der dritten Halbzeit noch im Spiel bleibt.

Limitierte Drops – weil echte Sportficker nicht nachkaufen, sondern vorbestellen.

 

Für wen ist das Ganze?

Für dich, wenn du schon mal in Funktionskleidung gescheitert bist, für dich, wenn du den inneren Schweinehund geduzt hast, und für dich, wenn du weißt, dass man nach dem Training eigentlich immer Bier verdient hat.
 

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